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Nach einer Zeit des Stillstandes zeigt die Uhr am Kirchturm in Lobstädt uns die Zeit wieder an. Das seltene Uhrwerk, geschaffen von der bekannten Uhrmacherfirma Zacharias aus Leipzig, musste nach knapp 25 Jahren Laufzeit überholt werden. Dazu musste sich der Mechaniker sogar am Turm abseilen. Ein interessantes „Schauspiel" mit sehr viel Symbolkraft:
Da hängt ein Mensch an einem Seil ca. 25 Meter über der Erde, und stellt die Zeit ein. Wir wissen alle, dass unser Leben mitunter an einem seidenen Faden hängt. Hin und her bewegt von den Winden der Zeit. Auch hat das Lebensseil unterschiedliche Länge und Stärke. Von der jeweiligen Position aus, versuchen wir unsere persönliche Zeit einzustellen:
Die Tageszeit mit ihrem Rhythmus, Arbeits- und Ferienzeiten, Aus- Zeiten, Sommer- und Winterzeiten, Lebenszeitpläne und Vieles mehr. Unsere Lebensuhr muss eben ticken, steht sie, muss etwas geschehen. Mitunter genügt ein leichter Anstoß. Manchmal bedarf es größerer
Reparaturen - zumal im Alter. Nun schrieb ein Psalmbeter folgenden Satz: „Meine Zeit steht in deinen Händen". (Ps 31,16)
Aber nein! Scheint es in uns zu widersprechen, meine Zeit fließt, ja sie scheint mit jedem Jahr rasanter abzulaufen. Und doch! Unsere Lebenszeit steht, wenn Gott uns nicht den Lebensimpuls gibt. Das Pendel wird langsamer und steht dann einmal. Auch können wir schon mal falsch ticken und am luftigen Seil hin und her schleudern.
Gut, wenn dann Gottes schützende Hände spürbar sind , sein guter Geist uns einmal ruhen lässt und gelegentlich einmal „nachstellt". Seine Verankerung am oberen Teil des Lebens-fadens und seine bergenden Hände am unteren Ende können uns wieder Orientierung und Sicherheit geben. Schauen Sie bisweilen mal nach oben zur Kirchturmuhr und dann ganz hinauf zum Himmel! Sie wissen dann, was die Stunde geschlagen hat.
Eine Zeit mit vielen sonnigen Frühsommertagen wünschen Ihnen auch im
Namen des Kirchenvorstandes Ihr
Vikar J.Schober und Pfr. Th. Krieger
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Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 28. Juli 2011 )
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